Therapien
Welche Therapieformen gibt es? Was bewirken sie?
Meine Angebote
Chiropraktik
Die Chiropraktik ist eine manuelle Behandlungsmethode (es wird ausschliesslich mit den Händen gearbeitet) um Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, mit Fokus auf der Wirbelsäule, zu beseitigen. Funktionsstörungen können durch Unfälle, Krankheiten, Fehlbelastungen, Stress und einfach durch die alltägliche Belastung entstehen. Die Chiropraktik ist eine Behandlungsmethode, die sowohl als Hilfe beim Heilungsprozess oder präventiv dienen kann.
Die McTimoney Technik ist eine holistische Chiropraktik-Methode, die den ganzen Körper und nicht nur Körperpartien, welche Symptome zeigen, in Betracht zieht. Der Grundgedanke dahinter ist, dass Symptome (z.B. Schmerzen) in einer Körperpartie lediglich ein Ausdruck einer Funktionsstörung in einem anderen Bereich des Bewegungsapparates darstellen kann. Bei dieser Methode wird neben schmerzhaften Bereichen und Bewegungsabnormalitäten auch auf Dysbalancen der Gelenke und der Wirbelsäule geachtet. Bei dieser Technik erfolgen die Korrekturen dieser Dysbalancen mittels kurzen, schnellen Flicks und nicht mittels Einrenken und Knacken, was die McTimoney Technik zu einer äusserst sanften jedoch sehr wirksamen Behandlung macht und sich somit gut für Tiere eignet.
Die McTimoney Chiropraktik eignet sich zur Behandlung von diffusen Schmerzen oder Bewegungsabnormalitäten, zum Beispiel immer wiederkehrende Lahmheiten, die keine Ursache zu haben scheinen. Regelmässiges Korrigieren von Dysbalancen dient ausserdem der Prävention von Erkrankungen, wie beispielsweise Arthrose, im Alter, da leichte Funktionsstörungen bereits früh behoben werden, bevor sie Auswirkungen mit Symptomen haben können.
Physiotherapie
Die Physiotherapie dient der Wiederherstellung, Verbesserung oder Erhaltung der Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des Körpers. Dazu verwende ich manuelle Techniken, Wärme-/Kältetherapie, Ultraschall, LLL (Low Level Laser) und PEMF (Pulsierende elektromagnetische Feldtherapie). Zusätzlich werden Trainingspläne mit täglichen körperlichen Übungen für zuhause für jeden Fall individuell entwickelt.
Die Physiotherapie kommt insbesondere bei Tieren zur Anwendung, um sie nach einer Operation oder einem Unfall in der Heilungsphase zu unterstützen, um die Funktionsfähigkeit bei Erkrankungen des Bewegungsapparates zu verbessern oder zu erhalten, und um die Fitness bei Sporttieren aufrechtzuerhalten.
Auch bei neurologischen Problemen, z.B. Bandscheibenvorfällen mit Lähmung, wird eine Physiotherapie empfohlen, um schnellstmöglich wieder eine akzeptable Bewegungsfähigkeit zu erreichen.
Klassische Massage
Die klassische Massage ist eine manuelle Technik, die sowohl der Vorbeugung von Erkrankungen, als Heilmethode, aber auch einfach dem Wohlbefinden und Stressabbau (Wellness) dienen kann. Bei der Massage wird mittels Streich- und Knetbewegungen die Haut und die darunter liegenden Weichteile wie Muskulatur und Faszien behandelt. Diese Methode kann Muskelverspannungen lösen, Vernarbungen und Verklebungen lösen, die Wundheilung fördern und Stress senken. Somit kann insgesamt das Wohlbefinden und die Funktionsfähigkeit des Körpers ihres Tieres verbessert oder aufrechterhalten werden.
Blutegel
Die Blutegeltherapie, oder Hirudotherapie, ist eine uralte Heilmethode, die bis zu den alten Ägyptern und Griechen zurückverfolgt werden kann. Anfang des 19. Jahrhunderts war diese Heilmethode auch in Europa beliebt, wurde jedoch wegen der medizinischen Fortschritte zu dieser Zeit wieder verdrängt. Insbesondere wegen des Aufkommens von Schönheitsoperationen ist diese Therapie in der Humanmedizin wieder beliebt geworden und hat in den letzten Jahren auch in der Tiermedizin Fuss gefasst.
Bei der Hirudotherapie werden medizinische Blutegel (Hirudo medicinalis) direkt an der betroffenen Stelle am Tier aufgesetzt, wo sich die Egel festbeissen. Während der Blutmahlzeit gibt der Blutegel diverse Substanzen ans Gewebe ab, was die Durchblutung erhöht, Narbengewebe aufweicht und später entzündungshemmend wirkt. Somit kann die Heilung von Wunden oder Verletzungen beschleunigt werden und bei Funktionsstörungen wegen chronisch problematischen Narben und Gelenkserkrankungen geholfen werden.
Die Blutegeltherapie ist eine ausgezeichnete Ergänzung zur Physiotherapie bei Tieren mit schlechtheilenden postoperativen Wunden oder Verletzungen, bei Tieren mit Narben, die bei der Bewegung stören, sowie bei Tieren mit chronischen Gelenkserkrankungen.
Anwendungsbereiche
Präventiv
Bei Pferden, die regelmässig geritten werden, wird allgemein eine regelmässige körperliche Untersuchung empfohlen. Durch die Belastung des Reitens werden Muskeln und Gelenke mehr belastet, als die Natur es vorgesehen hätte. Kleine Verspannungen und Dysbalancen können durch regelmässige Kontrollen und Behandlungen behoben werden, bevor sie bleibende Schäden verursachen oder Verletzungen begünstigen können.
Besonders bei grossgezüchteten Hunde- und Katzenrassen, die durch ihre Grösse besonders viel Gewicht tragen müssen, ist eine Neigung zu Gelenksproblemen erwiesen. Durch eine Beratung und einen geeigneten Übungsplan, am besten bereits im Welpen-/Kittenalter, kann die Entstehung der typischen Erkrankungen wie ED (Ellbogendysplasie) und HD (Hüftgelenksdysplasie) entgegengewirkt werden.
In diesem Fall verwende ich Chiropraktik, Physiotherapie oder eine Kombination beider Techniken.
Unklare Taktunreinheit/Lahmheit/Verhaltensauffälligkeiten
Typische Zeichen für Schmerzen sind Lahmheiten und Verhaltensauffälligkeiten. Typisch kann z.B. sein, dass ein Pferd sich nicht mehr gern über den Rücken putzen lässt, schnaubt beim Satteln oder bestimmte Gangarten/Übungen meidet. Wenn ein Hund z.B. Mühe hat beim Aufstehen, sich nicht mehr schüttelt oder sich an einer bestimmten Stelle nicht gerne anfassen lässt, könnte sich dies ebenfalls auf Schmerzen zurückführen lassen.
Wenn der Gang zum Tierarzt keine eindeutige Diagnose bringt, können in diesem Fall Muskelspannungen oder Dysbalancen eine Ursache darstellen. Spannungen können die Bewegung einschränken oder unangenehm für das Tier machen, weswegen diese Bewegung gemieden wird. Dysbalancen können nicht nur zu Muskelspannungen und Entzündungen der Gelenke führen, sondern auch zu Empfindungsstörungen der Extremitäten oder bestimmter Hautpartien führen.
In solchen Fällen kann ebenfalls eine chiropraktische, physiotherapeutische oder Kombinationsbehandlung zum Ziel führen.
Postoperativ
Nach Operationen am Bewegungsapparat empfehlen Tierärzte oft eine Physiotherapie, um die Heilung und eine Wiederherstellung der Bewegungsabläufe zu beschleunigen. Dies beinhaltet oft einen Behandlungsplan mit Übungen für zuhause.
Nicht nur bei Operationen am Bewegungsapparat kann eine Behandlung sinnvoll sein, denn bei jeder Operation kann eine Wärme-/Kältetherapie und Laserbehandlung der Operationswunde die Heilung begünstigen. Studien haben ausserdem gezeigt, dass eine Lasertherapie die Bildung von ‘wildem Fleisch’ in der Wundheilung bei Pferden deutlich reduziert (siehe Narbenbehandlung).
Verletzungen des Bewegungsapparates: Sehnenverletzungen, Muskelfaserrisse, Prellungen usw.
Unfälle können jederzeit passieren und es können allerlei Verletzungen daraus resultieren.
Je nach Art der Verletzung empfehlen Tierärzte eine zusätzliche physiotherapeutische Unterstützung, um den Heilungsprozess zu beschleunigen und um einen normalen Bewegungsablauf so schnell wie möglich wiederherzustellen.
Bei Sehnenverletzungen haben Studien die Wirksamkeit von Magnetfeldtherapien gezeigt. Zusätzlich können Übungen und Massagen ein besseres Endresultat begünstigen und somit eine spätere erneute Verletzung verhindern.
Bei Verletzungen mit starker Einblutung und potentieller Narbenbildung, wie z.B. Muskelfaserrisse oder Prellungen, haben Kälte- und Wärmetherapien einen Einfluss auf die Eindämmung und Heilung der Verletzung. In der späteren Heilungsphase werden je nach Situation Übungen, Low Level Laser, Ultraschall oder auch Blutegel eingesetzt.
Narbenbehandlungen
Narben entstehen durch Verletzungen oder auch wegen Operationen. Jedes Tier heilt unterschiedlich, und somit kann die Narbenbildung sehr unterschiedlich ausfallen. Es gibt jedoch bestimmte Faktoren, die eine schöne Narbenbildung begünstigen. Durch spezielle Massage und Tensionsapplikation kann die Heilung beschleunigt werden. Ausserdem heilt die Narbe flacher ab und es können Adhäsionen, die wiederum die Bewegung beeinträchtigen können, minimiert werden.
Ein bekanntes Problem bei der Narbenheilung bei Pferden stellt die Bildung von ‘wildem Fleisch’ dar. In einem solchen Fall gibt es eine extreme Überproduktion von Narbengewebe. Studien haben gezeigt, dass das Anwenden eines Low Level Lasers die Bildung von ‘wildem Fleisch’ deutlich reduziert und eine schnelle Heilung begünstigt.
Neurologische Erkrankungen - Bandscheibenvorfall mit Lähmung, Vestibular-Syndrom
Je nach Symptomen und Ausprägung von neurologischen Erkrankungen können unterschiedliche Behandlungsmethoden zu einer beschleunigten Besserung beitragen. Beispielsweise bei Erkrankungen mit Lähmungen, Schwäche oder Zittern helfen gezielte Übungen, die normalen Bewegungsabläufe wiederherzustellen. Massagetechniken helfen dabei, sekundäre Schmerzen und Verspannungen zu vermindern.
Eine sehr häufige neurologische Erkrankung bei Hunden ist, einfach gesagt, der Bandscheibenvorfall. Dies kann an unterschiedlichen Stellen in der Wirbelsäule vorkommen und, je nach Art der Veränderung der Bandscheibe, unterschiedliche Symptome verursachen. Bei Lähmungen und Schwäche werden in den betroffenen Gliedmassen mittels Übungen die motorischen Nerven gezielt angeregt und die Muskeln wieder gestärkt, um einen normalen Bewegungsablauf wiederherzustellen.
Erkrankungen des Bewegungsapparates – Arthrose, HD, ED, Patella Luxation
Die Arthrose ist eine chronisch-degenerative Erkrankung der Gelenke. Durch Verletzungen, Dysbalancen und übermässige Belastung werden Strukturen der Gelenke, insbesondere der Knorpel, abgenutzt, was zu Entzündungen und Schmerzen führt. Diese Erkrankung ist besonders bei älteren und körperlich stark beanspruchten Tieren zu beobachten. Durch eine gute Vorsorge mittels Korrekturen von Dysbalancen und eine gut trainierte stabilisierende Muskulatur kann eine Ausprägung dieser Krankheit hinausgezögert oder verhindert werden. Sollte das Gelenk bereits beschädigt worden und schmerzhaft sein, werden entzündungshemmende Methoden wie Ultraschall und Low Level Laser angewendet. Ausserdem haben Studien einen sehr positiven Einfluss der Blutegeltherapie bewiesen.
Die Hüftgelenksdysplasie und Ellbogendysplasie sind häufige Erkrankungen besonders bei grossen Hunderassen. Die Dysplasie im Welpenalter wird durch schlecht zusammenpassende Knochenenden im Gelenk verursacht. In diesem Fall ist das Ziel, einerseits Entzündungen im Gelenk zu minimieren und andererseits das betroffene Gelenk mittels Muskeltrainings so stabil wie möglich zu machen. Bei älteren Tieren entspricht eine Hüftgelenks- oder Ellbogendysplasie einer Arthrose und wird dementsprechend behandelt.
Die Patella Luxation betrifft vor allem kleine Hunderassen. Sie zeigen eine typische ‘hüpfende’ Lahmheit. Diese ‘Hüpfer’ entstehen, wenn die Kniescheibe im angewinkelten Bein sich aushängt und das Bein somit nicht mehr zu Boden gestreckt werden kann. Die Hüpfer sind nicht schmerzhaft, können aber durch Überbelastung der anderen Gliedmassen und Fehlhaltung zu weiteren Problemen führen. Ausserdem kann es schmerzhaft sein, wenn die Kniescheibe sich wieder einrenkt, und die unnatürliche Bewegung der Kniescheibe kann das Kniegelenk beschädigen. Sehr oft bedarf diese Erkrankung einer operativen Behandlung, um eine vollkommen normale Gangart herzustellen. Der gezielte Aufbau von bestimmten Muskelgruppen kann jedoch das Ausrenken der Kniescheibe bereits deutlich reduzieren.
Rückenprobleme / Kissing Spine / Spondylose
Rückenprobleme sind eines der häufigsten Beschwerden bei gerittenen Pferden. Durch unzureichende Ausbildung und Bemuskelung werden die Muskeln im Rücken falsch belastet und können sich verspannen und schmerzhaft werden. Ausserdem können schmerzhafte Dysbalancen und Druckstellen entstehen, wenn das Equipment nicht zum Pferd passt. Typische Zeichen, dass das Pferd Rückenschmerzen hat, sind das Weichen oder das Richten der Ohren nach hinten beim Putzen oder Satteln. Es kann sogar so weit gehen, dass das Pferd wegen Schmerzen steigt und bockt. Eine regelmässige Rückenkontrolle bei gerittenen Pferden wird allgemein empfohlen. Bei Verspannungen und Dysbalancen wende ich Massagetechniken und chiropraktische Korrekturen an.
Kissing Spine ist eine häufige Erkrankung des Rückens bei Pferden. In diesem Fall nähern sich die Dornfortsätze der Wirbelsäule und reiben aneinander. Schlussendlich wachsen die Dornfortsätze unter grossen Schmerzen für das Pferd zusammen. Trotz dieser Diagnose können Pferde mit dieser Erkrankung mit reittechnischer und physiotherapeutischer Unterstützung weiterhin geritten werden. Der physiotherapeutische Aspekt hat zum Ziel, mittels Massagen und Übungen die Rückenmuskulatur möglichst entspannt und schmerzfrei zu halten, und die Haltung zu verbessern, um den Druck an den Dornfortsätzen zu minimieren.
Bei der Spondylose beim Hund entstehen durch Überbelastung knöcherne Brücken zwischen den einzelnen Wirbeln. Dieser Prozess wird zunächst oft gar nicht bemerkt, bis die Bewegung der Wirbelsäule deutlich eingeschränkt ist. Durch diese Einschränkung werden andere Bereiche der Wirbelsäule und auch andere Gelenke unnatürlich genutzt, was wiederum zu Verspannungen und Schmerzen führen kann. Durch Wärmetherapien und Massage können diese Verspannung gelöst werden. Ausserdem können gezielte Übungen die Bewegungsfreiheit des Hundes verbessern.
Geriatrie
Wie bei uns Menschen haben auch unsere Tiere im Alter immer mehr Problemchen im Bewegungsapparat. Ob eine etwas eingeschränkte Bewegung wegen Verspannungen oder Gelenksschmerzen, eine Kombination von Methoden kann einem Tier wieder mehr Lebensfreude schenken. Bei Verspannungen und eingeschränkter Bewegung kommen Massage und Wärmebehandlungen gerne zum Zug. Bei Arthrose oder sonstigen Schmerzen können zusätzlich chiropraktisches Richten oder Blutegel unterstützen.
Wellness / Stressabbau
Auch unsere Tiere geniessen meistens jede Art von Wellness. Massagen können bei gesunden Tieren helfen, Stress abzubauen und zukünftige Erkrankungen des Bewegungsapparates zu verhindern. Bei sehr stressanfälligen Tieren oder bei Erkrankungen, die mit einem hohen Level an Stress zusammenhängen, können Entspannungsmethoden mittels Massage helfen, die Symptome zu mildern. Typische Probleme sind z.B. Hunde, die wegen Stress oft Erbrechen oder Durchfall bekommen, oder Pferde, die in Stresssituation einen Nesselsucht-Ausbruch erleiden.
Meine Angebote
Haben Sie noch Fragen?
Zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren.